Roe Rainrunner

Rainrunning at its finest

85 | Fliegender, äh kriechender Wechsel – Teil 2: Reviermarkierungen

63 Kommentare

Einen Tag nach der Wohnungsübergabe
war ich hochmotiviert sicher, je schneller ich loslege, desto schneller könnte ich das Dreckloch in so etwas wie eine Wohnung verwandeln. Und vielleicht verhindern, dass sich noch in den Ritzen befindliche Parasiten vermehren…

Früh am Morgen brach ich auf. Da ich weder Auto noch Führerschein besitze, aber einen Berg Werkzeug, Putzmittel, sowie einen alten Holzstuhl (für Ruhepausen) zu transportieren hatte, verwendete ich hierfür meinen mit 150kg belastbaren Transportwagen. Die Menschen in meiner Großstadt sind einiges gewöhnt, daher sorgte die kleine Frau, die mit einem ca. 1,8m hoch beladenen Plattformwagen in den Trambahngleisen stecken geblieben war, für keine große Aufmerksamkeit…

Bei Ankunft in der Wohnung schlug mir ein sonderbarer Geruch entgegen: Es roch nach Katze. Zum Glück nach Lebendiger. Sonst hätte ich mir wirklich Sorgen gemacht… Ich erinnerte mich, dass der Vormieter bei der Wohnungsübergabe alle Fenster geöffnet hatte. Nun wusste ich wenigstens, warum.
Ich konnte mich nicht lange damit beschäftigen, da ich vor einem neuen Problem stand: Wo sollte ich meine mühselig angeschleppten Sachen eigentlich abstellen? In Küche, Flur, Bad und externer Kammer war der Boden komplett versaut. In Schlafzimmer und Wohnzimmer würde alles, was man abstellte, aufgrund des Teppichleims dort auch für immer stehenbleiben (ich sah mich bereits hellblaue Plastik-Putzeimer zum Kunstobjekt deklarieren, da ich sie nicht mehr vom Boden abbekam). Ich entschied mich, auf dem überdachten und verglasten Balkon Mülltüten auszulegen und die Sachen dort abzustellen. Warm genug war es ja.
Dass die Loggia nach Urin stank, stellte ich erst später fest. Ich betete inständig, dass der Urheber Vormieters Katze war, und nicht Vormieter selbst!

Und noch ein Problem beschäftigte mich: Ich hatte mir einige Toilettenpapierrollen mitgebracht, falls mich ein Bedürfnis quälen sollte. Nun stand ich mit einer der Rollen im Badezimmer und überlegte, wo ich diese abstellen könnte, ohne dass ich sie danach nicht mehr anfassen – geschweige benutzen – wollte. Nachdem ich Spülkasten, Heizung, Türgriff, Waschbecken-Rand und Fußboden kategorisch ausgeschlossen hatte und in an Wahnsinn grenzendes Lachen ausbrach, weil ich mich schon zu jedem Geschäft mit der Klopapierrolle unterm Arm zum Badezimmer wandern sah, stach mir der von der halbherzigen Putzaktion des Vormieters zurückgebliebene Karton mit der Gardinenbleiche in die Augen. Gebracht hatte das bekanntermaßen nichts, aber es war eine Ablage-Möglichkeit, na also…

Für die Grundreinigung hatte ich einen Tag eingeplant: Wenn ich in meiner Ein-Raum-Wohnung Frühjahrsputz hielt, dauerte dieser etwa drei Tage. Allerdings war meine alte Wohnung auch möbiliert. Wie lange konnte es in einer leeren Wohnung schon dauern…
Wie ich bald feststellte: Sehr lange. Nachdem ich mehrere Tage nur Fenster geschrubbt hatte, konnte ich nicht nur plötzlich erkennen, dass diese einen Metall-Innenrahmen aufwiesen, sondern hier sogar das Datum des Einbaus ablesen: April 2000. Da um die Fenster noch die beim Einbau verwendete Spachtelmasse zu sehen war, tippte ich, dass seit jener Zeit auch keiner mehr gestrichen oder geputzt hatte.
Dafür war die Wohnung fleißig zugeraucht worden: Der Buchtitel „Fifty Shades of Grey“ beschreibt die Farbe(n) der Wohnzimmer-Wände sehr treffend.
Die an Frittenfett erinnernde Beschichtung der Küchenwände war aber auch nicht zu verachten…

Das Putzen der Wohnungsobjekte hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Auspacken von Überraschungseiern: Wenn ich losschrubbte, wusste ich nie so genau, was mich eigentlich erwartete. Wie überrascht war ich, dass Fenster, Türen, Heizkörper, Lichtschalter und Steckdosen gar nicht beige, braun, grau oder gepunktet (fragt nicht!) waren, sondern eigentlich alle schneeweiß!
Die überraschendsten Farbwechsel vollzogen Balkon (schwarz zu gelb) und die Wandfliesen im Bad (braun zu hellem Marmor). Bei letzteren war ich froh, den farblich passenden Sanitärsilikon erst nach dem Waschgang bestellt zu haben.

Ich hatte übrigens bereits am ersten Tag einen Fußabstreifer vor die Wohnungstür gelegt.
Der Deutsche hat ja ständig das Bedürfnis, sein Revier zu markieren, indem er irgendwo Textilien verteilt. Im Urlaub werden mit Badetüchern die Sonnenliegen belegt, daheim wirft man Fußmatten mit pseudolustigen Sprüchen wie „Herein, wenn Sie nicht von der GEZ sind“ vor seine Tür.
Mein Fußabstreifer aber hatte einen ganz anderen Zweck: Beim Verlassen der Wohnung schrubbte ich mir gründlich die Schuhsohlen sauber – nicht dass ich die Dreckseuche noch verteilte oder gar mit in die alte Wohnung brachte!

In den folgenden Wochen lernte ich nicht nur, welcher Reiniger welche Verunreinigungen löst, sondern auch, welche Ausschläge das jeweilige Produkt hervorruft.
Ob sie beim Giftnotruf komprimierten Hausstab anbieten, den man sich durch die Nase reinziehen kann, damit die ganzen eingeatmeten Reinigungsmittel wieder neutralisiert werden?

Nach drei Wochen, in denen ich sämtlich Chemikalien dieser Erde vertestet hatte (sowohl auf Oberflächen als auch in meiner Lunge. In diesem Sinne auch der Aufruf: Sollte jemand zufällig noch irgendwo daheim im Schrank eine Spenderlunge rumliegen haben…), war es endlich soweit: Fensterrahmen waren schneeweiß geschrubbt, Fensterscheiben transparent gewischt, Lichtschalter und Steckdosen anfassbar und Böden begehbar gemacht worden – außer in Schlaf- und Wohnzimmer, denn dort klebte immer noch der Teppichleim. Mein Versuch, das 70er-Jahre-Linoleum mit einem Klappwischer wenigstens etwas zu säubern, erinnert an einen schlechten Sketch (stellt euch einfach vor, wie ich den Klappwischer auf dem Boden ansetze und dieser entweder klebenbleibt oder sich einmal auf den „Rücken“ umklappt – und das auf 35qm).

Ich hatte nun endlich bei Aufenthalten länger als fünf Minuten nicht mehr das Bedürfnis, mir die Klamotten vom Leib zu reißen, sie zu verbrennen und mich selbst mit einem Hochdruckstrahler abzuspritzen.
Da ich mit dem Renovierungs- und Einzugsplan gut 2,5 Wochen im Verzug war, musste ich jedoch unverzüglich fortfahren. Sonst hättet ihr bestimmt längst alle die Geschichte der jungen Frau gelesen, die mithilfe eines Reinigungsmittel- und Haushalts-Tipp-Youtube-Kanals Millionär geworden ist…

Autor: roerainrunner

https://roerainrunner.wordpress.com

63 Kommentare zu “85 | Fliegender, äh kriechender Wechsel – Teil 2: Reviermarkierungen

  1. Wow, Du hattest ja richtig Spass 😉 tolle Spannbreite , von Katzengeruch ( meine riecht aber nicht , trotz Katze ! ) bis Raucherhöhle.. da haste wohl noch etwas länger was von…… bleibe tapfer dran..

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  2. Eigentlich eine absolute Frechheit, eine so verdreckte Wohnung zu vermieten. Andererseits bei dem heutigen Wohnungsangebot ist man schon froh, überhaupt eine bezahlbare zu finden.
    Ich habe mal ein amerikanischen Super Reiniger aus der Werbung ausprobieren wollen, beim Öffnen bekam ich einen halben Lungenzusammenfall….daran erinnert mich Deine Story……..und Dein Galgenhumor😎

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  3. … Besenrein ist weggekehrt… da kein Teppich mehr da ist denken wir uns den Rest *hüstel* … Wohnungsbesichtigung als Markt finde ich ein geniales Bild… wovon darf es etwas weniger sein… d(-_^)

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  4. besenrein kann natürlich auch bedeuten……bring einen sofort mit😎

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  5. Liebe Roe, ich nehme nicht an, dass du das Elend zu 100 % aufgebauscht hast, sondern dass es sich tatsächlich so abgespielt hat. – Bei den heutigen Zeiten, in denen eine bezahlbare Wohnung einem Lottogewinn der höheren Klasse entspricht, nimmt frau wahrscheinlich auch so eine runtergekommene Wohnung. Hätte die nicht eigentlich der Eigentümer renovieren müssen? Aber dann hättest du sie womöglich nicht mehr bezahlen können.
    Hut ab vor soviel Frauenpower!

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    • Eigentlich habe ich es sogar ziemlich untertrieben. Ich hätte die Verschmutzungen viel detaillierter ausschmücken können, kann ja aber nicht riskieren, dass sich in ganz Deutschland Menschen spontan übergeben 😉

      Und ja, ich hätte die Vormieter zwingen können, die Wohnung zu renovieren. Nur: a) Wenn sie so renoviert hätten, wie sie geputzt haben, hätte ich alles neumachen müssen (ich habe einige Bohrlöcher gefunden, in denen Kosmetiktücher steckten, die mit weißer Farbe übermalt worden waren. Das bekräftigt meine Meinung). b) Ich wollte nach 15 Jahren endlich einmal bunte Wände haben und da man laut Gesetz nur weiß streichen muss, hätte ich es sowieso nochmal machen müssen.

      Die Wohnung war – und ist – weiterhin der 6er im Lotto mit Zusatzzahl. Es klingt irgendwie sonderbar, aber hätte ich sie „einfach so“ bekommen, hätte ich Angst gehabt, dass das Universum mich mit irgendetwas abwatscht – Jobverlust, schwere Krankheit, etc. Ich musste wirklich leiden und habe sie mir somit wenigstens „verdient“.

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  6. Herzlichen Glückwunsch, liebe Roe! Nein, kein Scherz, denn du hast soeben deine Meisterprüfung als Tatortreinigungsfachkraft erfolgreich abgeschlossen und dein Vermieter hat etwa 5000 Euro gespart, um die Wohnung eines anscheinend toten Vormieters zu sanieren 🙂 Ich hätte da übrigens nicht helfen können, denn ich laufe stets mit einem antiseptischen Handgel rum und das reicht gerade aus, um mal eine Tasse im Café ohne skrupel anfassen zu können 😀

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  7. Liebe Roe, ich kenne niemanden, der so derartig trocken humorig wie Du den Dreck seiner Vormieter beseitigt. Mal ganz abgesehen vom Lesegenuss, lieferst Du Dir ein kommentatorisches Squash, dass ich den Bällen kaum hinterherkomme. Leider juckt die wenigsten Leutz wie sie sind und denken sich: nach uns die Sintflut …
    Gut, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt. Du brauchst auch keine klebrigen Fliegen- oder Mottenfänger mehr und ein schlüpferblauer Plastikputzpott ist unzweifelhaft Kunst.
    Ich wünsch Dir gutes Ankommen in der neuen Künstlerklause🌈❣️

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    • Vermutlich denken die meisten beim Verlassen einer alten Wohnung „Nach mir die Sintflut“ (und vielleicht kommt in einem späteren Teil heraus, dass ich das bei meiner alten Wohnung ähnlich gemacht habe, hrm…), was man auch irgendwo verstehen kann.
      Nur sollte der Vermieter da ja auch immer noch ein Wörtchen mitzureden haben. In Anbetracht der Tatsache, dass die Genossenschafterin eine Vorbegehung gemacht hat, finde ich den Übergabezustand doch erstaunlich… (ich hätte ihnen die Ohren langgezogen!!!)

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      • Ja, was Du sagst, lässt Rückschlüsse auf die Sorgfalt beim Vermieter zu. Es gibt Menschen, die führen das Leben einer Bakterienkultur und verhalten sie auch so. Das schöne Gefühl einer leckeren Wohnung zu erkennen und zu genießen sind solche so wenig in der Lage wie ihr eigenes Spiegelbild zu sehen….😉

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  8. Du bist aber pinnelich.:))))

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  9. Der Wohnungsmarkt ist menschenunwürdig. Ich wohne seit 25 Jahren in derselben Wohnung, im weiteren Umfeld von München. Nach einigen Jahren von geplärrten Drohungen „Die schmeiß ich raus!!“ des ebenso langen Nachbarn und seit nicht ganz so vielen Jahren Vermieters, (der keine Lust hatte, sich die Mühe zu machen, eine Mieterhöhung angemessen zu begründen und die gesetzliche Frist einzuhalten, die dazu gedacht ist, die Korrektheit bzw. Unkorrektheit der Mieterhöhung zu prüfen – warum auch Gesetze beachten, wenn man mit Nötigung, übler Nachrede, Hetzreden auch seinen Willen kriegt. War übrigens damals „Trendpreis bei Immobilienscout“ – für eine unrenovierte Siebzigerjahrewohnung, hahaha. Hier liegt der uralte Teppich übrigens noch.), fand der ehrenwerte Supereinheimische mittels Eigenbedarfskündigung endlich einen Weg, mich rauszuschmeißen. Räumungsklage wurde schon Monate vor Tag X angedroht und so gut vorbereitet, dass sie eine Woche später vorlag. Ich hatte übrigens dieser unkorrekten, unbegründeten Mieterhöhung zugestimmt – tja, das Geld hätte ich mir sparen können, in Ruhe wurde ich trotzdem nicht gelassen. Die letzten Jahre hörte ich verschiedenste Drohungen – natürlich nicht direkt an mich, sondern hintenrum bzw. mit Rumgeschrei ums Haus herum – , Versuch vorgetäuschten Eigenbedarfs, Versuch, die Wohnung zu verkaufen, Versuch mittels neuem lärmigem Gewerbe zu entmieten, Verletzung meiner Persönlichkeitsrechte, widerliche Beleidigungen, Lügen, Phantastereien, was man mir alles in Rechnung stellen könnte, allerlei Bosheiten, Gehässigkeiten, Missgunst – in eindeutig schädigender Absicht. Dies wurde von jemand, der es gut mit mir meint und das mitgekriegt hatte, verhindert. Leider konnte der jetzige Eigenbedarf nicht mehr verhindert werden, bzw. kann ich hier nicht bleiben, wie man sicher nachvollziehen kann, da dieser Typ Mensch niemals Ruhe geben wird, und ich unter Dauerbeobachtung stehe, so dass kein normales Wohnen mehr möglich ist.
    Leider gibt es ein paar Dumme, die dem falschen Haufen glauben und noch von so „Meinungen“ beseelt sind wie „Fressen und gefressen werden“, „Der Markt erlaubt das“, Blablubb.
    Treu und Glauben kannste vergessen. Der letzte Rest Anstand ist von Zirkellogik und Selbstgerechtigkeit gefressen worden.
    Und bei diesem langen miesen Verhalten stellen sich diese Leute immer noch als brave Bürger erster Klasse dar, und weil sie wissen, wen sie scheißfreundlich angrinsen müssen (mei, san die nett!) und so fleißig und sauber sind, glauben viele, dass die im Recht sind. Ich lebe da 25 Jahre, habe immer die Miete gezahlt, nie gekürzt, ertrage etliche Mängel hier und das Verhalten. Jetzt bin ich Bürger zweiter Klasse, den man um Grundrechte betrügen darf und in die Obdachlosigkeit getrieben werden darf.
    Als Referenz kann ich diese Leute natürlich nicht angeben bei der Wohnungssuche.

    Leider verstärken diese Erlebnisse psychische Probleme wie Depression und Introvertiertheit, so dass ich in manchen Dingen kaum noch handlungsfähig bin. Zeitweise hatte ich Angst, verrückt zu sein. Da man es mir aber nicht ansieht, nehmen es die meisten Leute nicht ernst. Oder erwarten, dass ich mich so verhalte, wie sie selbst. (Du musst doch nur, …) Oder haben keine Lust, sich mit meinen existenziellen Problemen zu befassen. Macht halt keinen Spaaaß.

    Dazu kommen noch ein paar gravierende Kommunikationsschwierigkeiten, die ich von früheren schlechten Erfahrungen rumschleppe, die eigentlich überholt sind, die aber nur von außen überwunden werden können. Da bin ich bei einem noch wichtigeren Bereich zur Passivität verdammt.

    Vermutlich liegt ein Fluch auf dieser Wohnung.

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    • Ich kann nur jedem empfehlen, sich möglichst in den Genossenschaften nach Wohnungen umzuhören.
      Falls es nicht ohne Vermieter geht, sollte dieser auf keinen Fall mit im Haus wohnen, das macht in der Regel noch mehr Ärger.
      Ansonsten gilt: Mitglied im Mietverein werden und/oder Rechtsschutzversicherung für Mietsachen. Und eben nicht alles hinnehmen. Denn Tatsache ist, die trampeln einem solange auf der Nase herum und testen ihre Grenzen aus, dass sie irgendwann glauben, alles machen zu dürfen. Da hilft nur, von Anfang an Widerstand zu leisten und auf sein Recht pochen.

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      • Tja, damals war ich naiv. Bei den Genosssenschaften gibt es auch nichts.
        Ich bin Mitglied im Mieterverein, aber da den Vermieter das Mietrecht nicht interessiert hat und man durch die Distanzlosigkeit andere Methoden anwenden kann, hat das auch nicht viel genützt. Im Moment des Eigenbedarfs fällt sowieso einiges zusammen. Da hätte ich Härtefallregelung versuchen müssen, aber ich kann hier ja nicht bleiben, also war das auch sinnlos.

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        • Die Genossenschaften haben meist lange Wartelisten. Anfragen lohnt sich aber.
          Theoretisch ist der Eigenbedarf immer der Ausweg für den Vermieter. Praktisch muss er aber nachweisen, die Wohnung auch selbst zu nutzen. Tut er das nachweislich nicht (z.B. wenn ein anderer Name dranhängt, man mal unauffällig klingelt und feststellt, da wohnt jemand anderes), kann man ihn nachträglich auf Schadensersatz verklagen. Und sowas würde ich in jedem Fall versuchen.

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          • Siehe: https://www.eigenbedarfskuendigung.com/vorgetaeuschter-eigenbedarf-schadensersatz/

            Das Schöne ist: Du kannst bei einem nachträglichen Schadensersatz nichts verlieren, denn gekündigt biste ja schon…

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          • Ich habe einen Antrag gestellt – keinerlei Reaktion. Ich hoffe noch auf Hilfe von außen, aber werde auch Plan B vorbereiten. Heißt Lager suchen, und teure Notfallunterkunft. Da ich aber früher oder später in Hartz 4 rutsche, werde ich das dann nicht finanzieren können. Und prekäre Pensionen werde ich nicht ertragen können.
            Ohne Hilfe werde ich untergehen.

            Oh, die werden die Wohnung schon eine Weile nutzen. Da sie ja wissen, dass es Leute gibt, die es sonst mitkriegen.

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            • Antrag worauf und wo?
              Du brauchst auf jedenfall eine neue Wohnung. Notfalls weiter draußen, bzw. eine kleinere bzw. eine nicht ganz so hübsche. Je nach finanzieller Situation steht dir ein WBS mit entsprechendem Wohnraum zu.
              Und in Hartz IV rutschen wir alle früher oder später ab. Die zahlen die Miete erst einmal voll und müssten dann nach 6 bzw. 12mon ein sogenanntes Nebenkostensenkungsverfahren anstreben. Dagegen kann man im Optimalfall ebenfalls Widerspruch einlegen.

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              • Antrag bei Genossenschaft. Umfeld von München.
                Ich hab persönliche Gründe, hier bleiben zu wollen, bzw. müsste ich vorher was anderes besprechen, was ich leider nicht selber beginnen kann. (Kann das nicht genauer erklären)
                Wenn ich keine Wohnung finde, zahlt Hartz 4 nur die billigsten Pensionen, und die sind hier recht übel.

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  10. So ein Drecksloch unrenoviert zu offerieren, ist eine Unverschämtheit.

    Grüße & Respekt vor deiner Maloche …

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  11. Oh, Roe, das ist fast unglaublich.
    Hast Du schon Level 100 als Putzteufel erreicht?

    Ich schieb Dir mal virtuell die letzten 5 Zucchini zum Trost rüber……

    Und Sorry für die Verspätung – Festplattencrash…..

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  12. Kein Roerainrunner weit und breit….jetzt ist die Umzugslage wohl ernst im werden.

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