Roe Rainrunner

Rainrunning at its finest

87 | Magische Haushaltsobjekte und wo sie zu finden sind

109 Kommentare

Ich bin ein Nachkriegskind.
Denn ich bin in der Zeit nach dem Kalten Krieg großgeworden.
Schlimm war das damals, ganze Familien wurden zerstört. Wegen der Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen…

Meine Familie hat das Drama überlebt, dank eines Postleitzahlenbuches. Dieses lag – zusammen mit einem ähnlichen dicken Telefonbuch – in der sogenannten Telefonbank. Sowas kennt man heute in Zeiten von Google-Adressbuch und schnurlosem Telefon ja gar nicht mehr, wie also beschreibt man es? Eine Telefonbank war ein Möbelzwitter, zum Teil Posterstuhl und zum anderen Teil Schreibtischfach. Auf dem gepolsterten Teil konnte man während des Telefonats Platz nehmen, da das beschnurte Telefon seinen Benutzer rangiertechnisch stark einschränkte. In dem Fach verbarg sich hinter einer quietschenden Tür das erwähnte Postleitzahlenbuch, ein möglichst aktuelles Telefonbuch, sowie ein persönliches Notizbuch mit alphabetischen Registern, welches die Kontaktdaten von Freunden und Bekannten enthielt. Da man Menschen damals noch nicht „entfreunden“ konnte, musste man sie im Notizbuch mit einem Lineal durchstreichen. Sonderbar anmutende Dialoge entsponnen sich zu jener Zeit zwischen meinen Eltern, á la „Reden wir nicht mehr mit dem oder ist der einfach nur gestorben?“

Die Tür jenes Telefonbank-Faches hatte auf mich übrigens eine besondere Anziehung: Sie war mit einem Magnet-Verschluss versehen, sodass die Tür circa einen halben Zentimeter vor dem tatsächlichen Schließen vom Verschluss angesaugt und herangezogen wurde. Unser Telefonbänkchen stand in dem sehr dunklen, weil unbeleuchteten, Endteil des Flures und wirkte damit sowieso schon wie eines der verzauberten Möbelstücke aus „Die Schöne und das Biest“. Die Tatsache, dass das Bänkchen seine Tür immer selbstständig zu schließen schien, erhöhte in mir als Kind nur die Glaubwürdigkeit, dass es sich um magisches Zauberholz handeln musste. Ich griff stets mit größtem Respekt und möglichst schnell nach den Telefonbüchern, in kindlicher Angst, das Bänkchen könnte nach mir schnappen.

Das Telefon selbst fand übrigens auf der Ablage oberhalb des betürten Faches seinen Platz. Auf einem von Muttern selbst entworfenen Champagnerfarbenen Häkeldeckchen, damit das riesige Plastikklopper-Telefon die Eiche-Rustikal-Lackierung nicht zerkratzte. Das Telefon wurde von der Deutschen Post in zwei Farben angeboten, „Nikotin-Beige“ und „Ausgekotzte-Erbsen-Grün“. Unseres war Nikotin-Beige, daher das optisch dazu passende Champagnerfarbene Häkeldeckchen. Nur Gott und meine Oma wissen, welche Farbe das Deckchen bekommen hätte, wenn wir das andere Telefon-Modell besessen hätten…

Eigentlich war der gepolsterte Teil der Telefonbank sinnlos. Man telefonierte sowieso nur kurz, um sich zu einem persönlichen Treffen zu verabreden; ein Hinsetzen aufgrund längerer Gespräche war also gar nicht vonnöten. „Dann nutzt sich wenigstens der geblümte Polsterstoff nicht ab“, kommentierte Muttern immer und saugte denselben gründlich mit einem Vorwerk-Staubsauger ab, den ihr ein Vertreter angepriesen hatte, indem er nur mithilfe purer Saugkraft den Hochflor-Teppich in eine flach-kurze Variante umgewandelt hatte.

Als ich ein kleines Kind war, war meine Mutter für mich sowieso ein Faszinosum.
Es klingelte heftig an der Tür.
Üblicherweise schob der Postbote den Berg Briefe, Werbeblättchen und Kataloge durch den Türschlitz. War es sehr viel, musste in mehreren Etappen geliefert werden, dann öffnete sich die Tür-Klappe mehrfach Briefe-spuckend und manchmal konnte ich dabei einen Blick auf Herrn Grömer erhaschen, der bei uns im Dorf die Post auslieferte.
In meiner Kindheit war es festes Urlaubsritual, dass man bei der Heimkehr feststellen musste, dass ein Öffnen der Haustür unmöglich geworden war, da sich während der Abwesenheit ein mehrere Kubikmeter großer Postberg direkt hinter der Eingangstür angehäuft hat. Zum Glück gab es einen zweiten Eingang über die im Haus befindliche Garage, welche mit dem Flur verbunden war. Einer musste sich neben dem geparkten Auto zur Tür durchquetschen, um sich von hinten durch den Papierhaufen zur Haustür durchzugraben, während die anderen von vorne gegen die Tür traten: „Da hängt noch ein Magazin unter dem Türspalt“ – „Ich hab es! Nein, verdammt, zieh!“ – „Du musst drücken, es klemmt!“, bis man nach einer halben Stunde endlich eintreten konnte.

Doch heute hatte der Postbote nicht nur den Arm voller Briefe, sondern auch ein Paket für uns dabei. Ich rannte aufgeregt die Treppe hoch: „EIN PAKET, EIN PAKET!“ brüllte ich in exorbitanter Lautstärke durch das dreistöckige Einfamilienhaus, damit meine Mutter mich auch dann noch hören konnte, wenn sie gerade auf dem Dachboden herumturnte. Meine Grundschullehrerin bestätigte mir übrigens ein lautes Organ. Ein sehr sehr lautes…
Meine Mutter steckte den Kopf aus einer Zimmertür hinaus und musterte mich. „Ich weiß schon, was drin ist“, sagte sie gelangweilt. Ich stockte enttäuscht und blickte das Paket an. Während sie den angeblichen Inhalt auflistete, griff sie nach einer Schere – und tatsächlich: genau diese Dinge waren im Paket enthalten. Als Kind war mir das Prinzip von Bestellung und Lieferung noch nicht bekannt, Pakete gab es für mich ausschließlich in Form von Geschenken von nahen Anverwandten, die einem etwas völlig Unbekanntes zu den Feiertagen schickten. Insofern bewunderte ich die hellseherischen Fähigkeiten meiner Mutter sehr.

Saß ich einmal allein in meinem Zimmer und hörte die forsche Stimme meiner Mutter: „Du treibst doch schon wieder Unfug. Du weißt, ich sehe alles!“, hatte ich hieran definitiv keinen Zweifel. Immerhin konnte Muttern auch durch blickdichten Karton guggen!

Und dann war da noch die geheime Lieblingszutat, die meine Mutter beim Kochen verwendete: Eine unscheinbare, rot-gelbe Gewürzdose, aus der weißes Pulver rieselte. Es schmeckte nach nichts, egal wie oft ich davon probierte. Muttern riss mir dann immer die Dose aus der Hand und kommentierte prosaisch: „Das kann gar nicht schmecken, das tut’s nämlich erst erst, wenn’s auf dem Essen ist!“ Ein magisches Pulver, das keinen Geruch oder Geschmack besaß, aber von selbst wusste, wie es welches Essen zu würzen hatte?
Das Konzept von Geschmacksverstärkern blieb mir als Kind ebenfalls verwehrt.

Überhaupt gibt es so einiges, das Menschen in jungen Jahren nicht nachvollziehen können.
Dann wachsen sie, werden größer, lernen Dinge und verstehen plötzlich Zusammenhänge.
Doch je mehr wir begreifen, desto mehr verlieren Dinge ihren Zauber.
In diesem Sinne wünsche ich euch nicht frohe oder friedliche, sondern zauberhafte Weihnachten!

Autor: roerainrunner

https://roerainrunner.wordpress.com

109 Kommentare zu “87 | Magische Haushaltsobjekte und wo sie zu finden sind

  1. Wie aus einer anderen Welt …
    und dabei nur wenige Jahre zurück liegend!

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  2. Wir hatten das erbskotzgrüne mit der schwarzen Wählscheibe. Mir Erschienen Dinge meist weniger magisch als die Natur, in der ich meistens herumstromerte. Dinge baute ich gerne auseinander um nachzusehen wo ihre Seele sitzt. Beim Wecker meines Opas fand ich die Seele in der Unruh. Später ging die Unruh zwanzig Minuten nach. Aber sie war ja auch aus dem Tod, in den ich sie durch Auseinanderschrauben versetzte, wiedererweckt worden, indem Opa mir die richtige Reihenfolge erklärte, in der ich das Uhrwerk wieder zusammensetzte. Die Miniteile lagen in Omas Bleikristalldessertschälchen – säuberlich in Reih und Glied nach Schönheit und Gefallen sortiert. Mein Staubsauger stammt noch aus dem Präkambrium. Er läuft tapfer trotz zig mal geklebtem Saugrüssel. Dass er seit vierzig Jahren staubsaugt, finde ich magisch. Dass er fast alle Staubsaugerbeutel akzeptiert, auch.
    Nun muss ich staubsaugen. Dank Deiner Geschichte wird das jetzt ein zauberhaftes Unterfangen.
    Frohe Weihnachten und herzliche Grüße zu Dir✨🧚‍♀️

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  3. Das war so ähnlich wie bei mir ich bin auch ein nachkriegskind

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  4. Aber manchmal, mit ganz viel Glück finden wir auch noch Dinge, die einfach noch größer sind als wir, selbst wenn wir schon ganz groß sind. Und dann wird‘s richtig faszinierend… 😉

    Danke für diese wiedermal wunderbare Geschichte.
    Hab einfach schöne und herzliche Feiertage!
    🙏🍀🤗

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  5. Der Beitrag bringt auch bei mir wieder Erinnerungen hoch, ( kalter Krieg ) bin in der DDR geboren und dann geflüchtet. Danke für die Geschichte…

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  6. Liebste Roe, die wünsche ich Dir auch von Herzen. PS: So ein komisches beiges, dann grünes, dann magenta Telekom Telefon hatten meine Eltern auch, aber ein so tolles Bänkchen nie.:-)

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  7. zu vielen punkten kann und will ich nicken 🙂

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  8. … meine Großeltern hatten ein riesiges schwarzes Telefon, kaum abhebbar für ein Kind… meine Lieblingstante entschied sich für erbsengrün und adelte es durch ein Telefonbrokatjäckchen… wir hatten tatsächlich Lila… aber mit 10 meter Kabel… mein Telefonrekord liegt bis Heute auf über 12 Stunden ohne Unterbrechung und ohne Flat… daher auch die Elfenöhrchen, die hatte mir meine Mutter langgezogen nachdem die Telefonrechnung kam… *pffff*

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  9. Wir hatten Nikotin-Gelb. Als es durch ein Tastentelefon ersetzt wurde, wurde das Kabel abgeknipst, und mein kleiner Bruder bekam es zum Spielen. Noch nicht mal die Post wollte das Ding noch. Telefoniert wurde aber mangels Bänkchen im Stehen oder auf dem kalten Fussboden sitzend. Beides vor dem Hintergrund der Gesprächsverkürzung sehr sinnvoll.
    Ein Detail aus dieser Zeit, das ich sehr vermisse, sind Sätze wie „Wir treffen uns übergestern dort um drölf Uhr“. In Zeiten der Handyflatrate ersetzt durch „Wir telefonieren“ und kurzfristigste zeitliche und räumliche Terminverlegungen, die sich noch vor wenigen Jahren niemand getraut hätte, einem Mitmenschen zuzumuten, es sei denn man wollte dringend in die Kategorie „reden wir noch mit dem?“ rutschen.

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    • Tjaja, das bemängeln ja viele. Vor allem WhatsApp-Gruppen sollen ein Maximum an Geduldsfäden zerstören, wenn’s um Absprachen geht, hab ich gehört 😀
      Und dennoch würde ich es nicht missen wollen, weil es Möglichkeiten schafft. Wie man diese nutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Und wenn diese eine Freundin immer 30min zu spät kommt, plant man das eben bei zukünftigen Terminen vorab mit ein 😉

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  10. Ich hatte früher auch immer die Leitung belegt….aber nie so lange *neidischguck*

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  11. Oh, liebe Roe, was hattest du für eine fantastische Kindheit! Wenn ich mir vorstelle, wie all die interressanten Menschen bei euch angeklopft oder geklingelt haben! Von den Zeugen Jehovas, über den Postboten und Paketdienst, bis hin zum Staubsaugervertreter. Es muss hoch her gegangen sein und wahrscheinlich durftest du nicht nur auf dem Bänkchen sitzen, sondern womöglich auch noch telefonieren! Ich bin echt sprachlos. Bis zu unserer Haustür waren es 64 Stufen, weil meine Eltern unbedingt am Hang bauen mussten, direkt am Wald, wo wir dann im Herbst jede Woche Tonnen von Laub wegschaffen durften, denn wozu hat man Kinder, gelle 🙂 Kein fremder Mensch machte sich je die Mühe auszuprobieren, ob oben am Basislager des Mont Everest irgendein Yeti zu Hause war und so wurde ich dumm und unerfahren in die Welt entlassen. Unser Telefon war Mausgrau und benutzen durften es nur meine Eltern, da die Kosten sonst zu hoch gewesen wären, hat jedenfalls mein Vater behauptet. So war unsere Rechnung selten höher als 30 Mark (man stelle sich das heute vor!), während die Eltern meiner Freunde gerne mal 200 Okken oder mehr rausgefenstert haben. Ach, waren das noch Zeiten … Ich glaube übrigens immer noch ans Christkind, denn wir hatten nie fiesen Besuch zu Weihnachten, der uns 5 Kinder aufgeklärt hätte, also wünsche ich dir ebenfalls entzückende und magische Feiertage!

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    • Ah, wir haben auch am Hang gewohnt, aber nur mit der Rückseite 😀 Großartig, wenn man den Balkon hinten hinaus hat (zum Hang) und an Silvester von diesem über dem ganzen Dorf das Feuerwerk begutachten kann 😉
      Ja, mehr als die Grundgebühr (13 Mark?) und bisl vergünstigtes Telefonieren (da wurde Samstags (?) die Billigtarif-Vorwahl aus der Zeitung ausgeschnitten) war bei uns auch nicht drin 😀
      Siehste, sind die Generationen ja doch nicht so unterschiedlich 😉
      Dann viel Spaß mit dem Christkind!

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  12. Nachkriegskind 🙂 Hat etwas, ich dachte, du seist ein Kind der 80er … selbst bin ich in den 60ern aufgewachsen und in den 70ern „sozialisiert“ worden. Das war hart, wegen der zahllosen Geschmacksverirrungen – wir hatten übrigens „Orange“. DIE Farbe der 70er. Mit Telefonwählscheibenschloss (wat für`n Wort…) wegen exzessiver Schüler-Plaudereien, abgerechnet im Minutentakt. Tja, was bei meiner Geburt nicht versaut wurde, fand in den 70ern seine Vollendung. Und in den 80ern seine planmäßige Fortsetzung als junger „Erwachsener“ mit spätpubertären Habitus und ausgeprägtem Hang zu allem Ungesunden.

    Heute ist das Netz voll mit weißt-Du-noch-Beiträgen, mit Du-bist-ein-Kind-der-70er/80er-wenn-Du … undsoweiter, ewig gestrige Hosenscheiße, die unsereins daran erinnern soll, wie einzigartig wir doch gewesen sind mit unseren drei Fernsehkanälen samt Testbild, dem vertrauten Fünf-Mark-Stück, der quietschbunten Plastikscheiße allerorten, den Schlagerrotz aus der Shitparade, dem Endzeit-Lebensgefühl angesichts unseres Daseins im besetzten Frontstaat BRD. Zuhause die Kriegs-traumatisierten Eltern, die echten Kriegskinder, mit ihrem aufgesetztem Optimismus und ihrer überlebenswichtigen Verdrängung des Erlebten.

    Kein Wunder, irgendwie alles, nur konsequent im Sinne von so etwas kommt von so etwas …

    Vorweihnachtliche Grüße !

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  13. Von dem Wählscheibenschloß hör ich übrigens zum ersten Mal! Hab direkt danach gegoogelt, schaut ja irre aus!

    Du weißt doch: „Früher war alles besser“, egal wo und wen man fragt 😉

    Jede Generation romantisiert im Nachgang ihre Kindheit. Vielleicht muss man das auch, weil es sonst nicht zu ertragen wäre. Und ja, die Nachkriegsgeneration war ohne Frage eine Traumatisierte – und hat das an ihre Kinder weitergegeben. Dass Trauma weitergegeben werden können, ist in der Psychologie mittlerweile bekannt. Und ist auch logisch: Wie soll man etwas, das man selbst nicht verarbeitet hat, seinen Kindern erklären?
    Was mich an dieser Generation (die ja die Generation meiner Großeltern ist) extrem stört, ist die latente Verdrängung, die sie ebenfalls an ihre Kinder (deine Generation und die Generation meiner Eltern) weitergegeben hat, sodass diese oft genug auch nicht mit ihren Problemen klarkam. Wenn man „Verarbeiten“ nicht gelernt hat, sondern nur „Verdrängung“ kennt, wie soll das gehen?! Und – leider, muss ich sagen – hat die Generation meiner Eltern ihren Kindern (also uns) einen Teil des Traumas weitergegeben. Es wurde mit Sicherheit von Generation zu Generation kleiner und heutzutage sind psychologische Aspekte nicht mehr so verpöhnt, wie es noch zu früheren Generationen der Fall war (wo man einfach als „Schwächling“ galt) und es wird über solche Sachen öfter gesprochen, dadurch werden sie bewusster und man kann sie dann auch endlich einmal reflektieren.
    Vielleicht schafft es meine Generation dadurch, der nächsten dieses „Erbe“ nicht anzuhängen…

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  14. Haben wir zusammen gewohnt? Briefkastenklappe Telefonbank Eiche rustikal! Ja lang ist es her. Magische metalltüren….

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  15. Übrigens genau genommen sind wir alle Nachkriegskinder……jeder unter 73 …….mein Gott, was bin ich jung……..🤣

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  16. Heutiger Teenager und Wählscheibentelefon ein Kulturschock, man muß aber Tatsachen akzeptieren.

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  17. Oh welch ein treffender Rückblick. Das hat sich genau so bei uns abgespielt. Vielen Dank für die Erinnerung.

    LG und ein schönes Weihnachtsfest
    Martina

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  18. Mau Roe, Mami und Frauchen haben ein oranges Telefon, das hält sogar katerlich Koller aus. Eben noch echte Wertarbeit der Post, Jahrzehnte alt und läuft immer nich, Sag mal und früher mussten die Menschen bezahlen wenn sie telephonieren wollten?Kann man sich als kleiner Telephon geplagter Herr gar nicht vorstellen, Wenn Mami mit meiner Patent Tante …. da komme ich gar nichts Katerbettchen, so lange sind die zugange. Da schneidet der Anbieter extra die Verbindung durch udn die rufen sich einfach wiedre an..
    Ist das nicht empörend.
    meinst Du mein Fraauchen weiss das,das früher so viel gekostet hat? Kann man das nicht wieder einführen ,zumindest für Famileien mit Kater die schlafen wollen?
    Dann könnte Frauchen Mami sagen sie soll nicht sooo lange quasseln am Telophon.
    Frohe Weihnachten Dein
    Freund Felix

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  19. Wie schön…Telefonbänkchen in Eiche rustikal gab’s bei uns auch. Wählscheibenapparat in Nikotinbeige, später ersetzt durch Tastentelefon in bordeaux…Omma hatte kackbraun.

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  20. An das Tischchen im Flur mit dem Häkeldeckchen und der langen Telefonschnur kann ich mich auch gut erinnern. Bei meinen Großeltern in grün, bei uns zuhaus in schickem und aktuellem orange ohne Deckchen…
    Auch dir schöne und entspannte Weihnachten verbunden mit vielen schönen Erinnerungen 🙂

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  21. Hallo, ich wäre ja so gern schon eher zum Kommentieren vorbeigekommen, aber ich konnte oder durfte nicht länger als eine Stunde am Computer lesen.
    Jetzt aber – als du das Telefon beschriebst, konnte ich mich sehr gut erinnern und vermutete es als ein Ost-Telefon. Dazu passte dann aber nicht der Vorwerk-Staubsauger. Aber an die Zeit mit den Schnurtelefonen konnte ich mich sehr, sehr gut erinnern. Ich kaufte später eine 10 m-Anschlussstrippe, so dass ich mich dann doch ins andere Zimmer zum ungestörten Telefonieren zurückziehen konnte.
    Wir hatten jahrelang einen sogenannten „Doppelanschluss“, den wir uns mit irgendjemand aus dem Haus teilen mussten, den wir aber nicht kannten. So konnte der sich nicht bei mir beschweren, weil ich immer lange telefonierte, wenn ich schon mal eine freie Leitung erwischt hatte.
    Das mit dem „Ich sehe alles“ konnte mein Sohn damals mit seinen 6 Jahren auch bestätigen. Er machte hinter mir „ungebührliche Faxen“, bedachte dabei aber nicht, dass ich ihn im Spiegel sehen konnte. Er bekam sehr viel Ehrfurcht vor mir, als ich ihn lachend rügte.
    Also dann bis bald mal wieder.
    Lieben Gruß von Clara

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  22. Etwas verspätet, meine Wünsche zu Weihnachten und mein Kommentar, macht aber nix, gell? Also, wir hatten auch so nen kotzgruenen Apparat. Der thronte auf einem selbst geknüpften Deckchen und dieses lag auf der Telefonbank. Nicht zu vergessen die magische Föhn- Haube meiner Mutter und die Mangelmaschine im Keller. Ciao ciao

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  23. Unser Telefon war grau und stand auf einem dreieckigen Mini-Eckregal, das oben in der Flurecke im Treppenhaus hing. Zum Telefonieren stellte oder setzte man sich auf die Treppe.. Wir hatten zusammen mit unserem Nachbarn einen Doppelanschluß, d.h. wenn dieser telefonierte, konnnten wir nicht telefonieren und umgekehrt.

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    • Das mit dem Doppelanschluss habe ich jetzt hier schon öfter gelesen. Ich frage mich, a) wer hat die Rechnung bezahlt (beide halbe-halbe??) und b) was hat man mit Nachbarn gemacht, die ewig telefoniert haben?

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  24. Sowas alles habe ich erst 1980 bei der Ex-Schwiegermutter kennen gelernt, Telefone in stille düstere Ecken wo man beim Telefonieren gebannt auf die großgemusterte beige-braune Tapete gestarrt hat.Klorollen die versteckt waren unter das gehäkelte Kleid von ein Püppchen, und dann diesen riesiger gasboiler der den halben Platz in der Wanne wegnahm.Aber , ein Nachkriegskind war ich trotzdem, in Belgien war auch Krieg, als die Deutschen kamen, aber der war nicht so dolle, ich hörte nur Erzählungen von Butter schmuggeln in Fahrradschlauchen, das Platteland wurde eher verschont.

    In Punkto Zusammenhänge verstehen, als Kind war ich soooo stolz zu wissen warum ein Stier ein Stier ist, und ich habe mich lange gefragt warum mein Papa gelacht hat über meine Antwort auf seine Frage : *Woran siehst du das?**An den Hörner natürlich!*Damals wusste ich noch nicht das der Genitalbereich wichtig war:))))

    Für 2019 wünsche ich dir, trotz jugendlichem Alter, das der Aufzug 365 Tage funktioniert.

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